Ok, kleine Frage, die erstaunlich viel erklärt: Bei jedem Kursrutsch prasseln „Panik!”-Schlagzeilen auf dich ein. Aber hast du dich mal gefragt, wer dir in dem Moment eigentlich all die Coins abkauft, die die Panischen abstoßen? Genau, darüber redet komischerweise keiner. Dabei ist das der spannendste Teil der ganzen Geschichte.
Denn eine simple Sache vergisst man in der Aufregung gern: Jeder Verkauf hat zwei Seiten. Einer gibt ab, einer nimmt. Immer. Wenn also gerade die halbe Kleinanlegerwelt in Panik alles rausschmeißt, dann sitzt auf der anderen Seite des Tisches jemand, der ganz ruhig genau das einsammelt. Kein Verlust verschwindet ins Nichts — er wechselt nur den Besitzer.
Und jetzt rate mal, wer da meistens einsammelt. Nicht der nervöse Kleinanleger, dem die Schlagzeile gerade Angst macht. Sondern die, die groß genug und ruhig genug sind, um auszusitzen und im Ausverkauf günstig zuzugreifen. Für die ist deine Panik kein Problem — sie ist das Geschäftsmodell. Deine Angst ist ihr Rabatt.
Und damit sind wir beim Punkt: Angst-Schlagzeilen entstehen nicht aus dem Nichts. Panik im richtigen Moment ist für manche extrem nützlich — nur eben nicht für dich. Also frag dich beim nächsten „alles crasht, rette dich”-Moment lieber einmal mehr: Wem nützt es eigentlich, wenn ausgerechnet du jetzt die Nerven verlierst?