Ok, mal ehrlich: Stell dir vor, du gehst zur Bank und sagst „Ich brauch einen Kredit. Nicht fürs Auto, nicht fürs Haus. Sondern um die Zinsen von meinem letzten Kredit zu zahlen.” Die würden dich auslachen und danach höflich rauswerfen. Bei dir heißt sowas Privatinsolvenz. Beim Staat heißt es Haushaltspolitik.
Und genau das läuft gerade ab. Die Zinslast auf die Staatsschulden ist so absurd hoch, dass allein die USA über eine Billion Dollar im Jahr nur für Zinsen raushauen. Geld, das nicht da ist. Also macht man neue Schulden, um die Zinsen der alten zu bedienen. Eine Spirale, die sich selbst füttert und dabei immer schneller dreht.
Und die geniale Lösung vom System? Noch mehr Geld drucken. Klingt nach Rettung, ist aber das glatte Gegenteil. Denn jeder frische Schein macht die Scheine in deiner Tasche ein Stück wertloser. Du wurdest nie gefragt, hast nie irgendwas unterschrieben — aber die Rechnung zahlst am Ende du. Schleichend, über die Inflation, jeden Tag ein kleines bisschen.
Und jetzt kommt der Punkt: Das Fiese an der Schuldenspirale ist nicht, dass sie kompliziert wäre. Die ist kinderleicht zu kapieren. Das Fiese ist, dass sie genau so lange läuft, wie alle brav mitspielen und keiner laut „Moment mal!” ruft. Die eigentliche Frage ist also nicht, ob dieses Kartenhaus irgendwann fällt. Sondern wer nachher die Scherben aufkehrt. Kleiner Tipp: nicht die, die’s gebaut haben.